Programm

                             

     Freitag, 23. - Montag 26. September

logo Klezmertage 2

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                               Brotfabrik Bonn

                               Kreuzstr. 16

                               53225 Bonn

                                0228-421310

                                         www.brotfabrik-bonn.de

       Vorverkauf ab sofort in der Brotfabrik

               


Freitag 23.9.

18:30       Theatersaal

Eröffnung mit dem Chor der jüdischen Gemeinde Sim Shalom

Sim Shalom – der Friedenssegen ist auch der Name des Chores der jüdischen Gemeinde Bonn, die seit Beginn der Klezmertage die Eröffnung umrahmt. Mit viel Charme und Herzblut und ihrer charismatischen Leiterin Irina Müller singen die Mitglieder jiddische Lieder.

Sim Shalom (Foto - Meike Lindeck)

Eintritt frei


Freitag 23.9.

20:00       Theatersaal      Eröffnungskonzert:

Shura Lipovsky und Ensemble (NL) - sephardische Lieder

Shura Lipovsky ist seit langem eine weltweit bekannte Sängerin und Autorin jiddischer Lieder, einer der großen Stars der Szene.                                           Weniger bekannt ist ihr Interesse an anderen jüdischen Kulturen, wie der Sefardim, der Juden aus dem ursprünglich spanischen und portugiesischen Gebiet. Damals wie heute war die Frage des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen ein Thema, dass auch in der Musik seinen Ausdruck fand.

concertfoto Shura Lipovsky


Für das Eröffnungskonzert der Bonner Klezmertage hat Shura Lipovsky die besten Musiker der holländischen Weltmusik-Szene um sich versammelt. Mit diesen formierte sie das Ensemble „Hapilpel“ - der Pfeffer.

So wie dieser Name in der jüdisch-religiösen Tradition „Pilpul“, das Feuer der Diskussion und der lustvollen, nächtelangen Auseinandersetzung bedeutet, so sind Feuer und Leidenschaft charakteristisch für das Ensemble: Leidenschaft im Zusammenspiel und Herzensblut für die Musik, die Lieder und ihre Inhalte. 

Hapilpel wird die Bonner Klezmertage eröffnen mit einem neuen Programm aus dem sefardischen Repertoire, mit einigen Ausflügen zu jiddischen und hebräischen Liedern.


Shura Lipovsky: Gesang


Ensemble Hapilpel:

Monique Lansdorp: Geige, Mandoline und Schlagzeug

Bart Lelivelt: Akkordeon

Roelof Rosendal: Schlagzeug und Ud

www.shuralipovsky.com


Eintritt: 20,-/erm. 10,-



Samstag 24.9.

19:00       Theatersaal         Konzert: 

Maggid feat: Svetlana Kundish und Georg Brinkmann (BE/UKR/ISR/DE)

Maggid – das sind die Belgier Nicolaas Cottenie (Violine) und Jonas De Rave (Accordion). Seit Jahren bewegen die beiden exzellenten Musiker mit Leichtigkeit zwischen den verschiedenen Stilen, die die jüdische Musik hervorgebracht hat und bringen dabei überzeugend ihre eigene Sichtweise zur Geltung. Das Repertoire der Preisträger des Moshe Beregovski Nachwuchspreises reicht dabei von traditionellen Klezmerklängen über sehr individuellen Arrangements zur Musik zeitgenössischer jüdischer Komponisten wie John Zorn und Avi Cohen.

Maggid

 

Für ihr neues Programm haben sie sich von dem Buch „Orientalistik“ des israelisch-arabischen Autors Edward Said inspirieren lassen. Welchen Blick hat der Westen auf den sogenannten „Osten“? Wie wirken sich historische Ereignisse von Kolonisation bis zu aktueller Politik auf diese Sichtweise aus? Und vor allem – wo bleiben die künstlerischen Stimmen dazu?
Maggid will sich dem künstlerischen Schweigen nicht anschließen und hat daher eine heiße Mischung aus alten und neuen Liedern und Neuvertonungen gebildet, die sich aus diesem Spannungsfeld inspirieren lässt.

Als Gäste haben sie sich dazu die wunderbare israelisch-ukrainische Sängerin Svetlana Kundish und Klarinettist Georg Brinkmann eingeladen.

Svetlana KundishGeorg Brinkmann Foto - Meike Lindeck

 


 

 

 






Nicolaas Cottenie  - Violine

Jonas De Rave - Accordion

Svetlana Kundish - voc

Georg Brinkmann - cl

www.maggid.be


Eintritt: 20,-/erm. 10,-


Samstag 24.9.

ca 21:30       Theatersaal                Tanzball 

mit Georg Brinkmann (Anleitung) und „you shouldn’t know from it, it’s klezmer“ (LAT/NL/SWE/USA)


Nachdem die Beine bei den Konzerten immer nur zucken konnten, ist es jetzt wieder so weit – der legendäre Ball lädt alle Klezmerfreunde zum Tanzen ein.

Tanz PR Gruppe

Mitmachen kann jeder, Vorerfahrung ist nicht erforderlich. Unter Anleitung des erfahrenen Tanzmeisters Georg Brinkmann und der mitreißenden Musik der multinationalen Band „you shouldnt know from it, it’s klezmer!“ verwandeln wir den Konzertsaal in ein wildes „Tantshoyz“.

Eintritt: 15,-/erm: 10,50



Sonntag 25.9.

11:00    Kulturkneipe 

 „Kol Colè - Klang aus Colonia“ (Köln)

Musiker unterschiedlicher Herkunft haben sich in Köln zusammengetan, um ihre Liebe zur osteuropäischen und jüdischen Musik Ausdruck zu verleihen.

Die Begegnung der Musik mit der regionalen Kultur, der Landschaft, der Denkweise- und Lebensweise der Menschen findet Widerhall in der Musik, die das Ensemble „Kol Cole“ interpretiert.

Das Ensemble bietet eine Reise durch die Vielfalt dieser Musik: von osteuropäischer-  und sephardischer Folklore, hinüber zu speziellen Klezmer Stücken, weiter zur Moderne, zu jüdischer Chanson und zu Tangomelodien.

Die Interpretationen von Kol Colé sind eine Einladung die Schönheit, die Freude, und die Wehmut dieser Musik neu zu erleben - ein Erlebnis für Seele, Herz, Ohren und Beine.

Kol Colé Trio

 

Bella Liebermann - Gesang - Klavier – Zimbaly

Daniel Marsch - Akkordeon- Gesang

Igor Mazrizsky - Geiger

www.kolcole.de


Eintritt: 15,-/erm 10,50



Sonntag 25.9.

16:00       Kulturkneipe

 Der verborgene Schatz - 

          Chassidische Geschichten erzählt von Gidon Horowitz (D)

 

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert breitete sich die chassidische Bewegung innerhalb der jüdischen Gemeinden Osteuro­pas wie ein Lauffeuer aus. Sie entzündete die Herzen der Men­schen und gab ihrem oft armseligen, geplagten und bedrohten Dasein Hoffnung und neuen Sinn.

Unzählige Geschichten berichten vom Leben und Wirken der Chassidim und ih­rer Rabbis, der Zaddikim. Einige davon wird Gidon Horo­witz erzählen und er­läutern und so zu einer Begegnung mit der Welt der Chassidim führen.

Gidon Horowitz

 

Gidon Horowitz hat bereits mehrere Male mit seiner Erzählkunst und seinem profunden Wissens- und Geschichtenschatz seine Zuhörer in Bonn verzaubert. Der Märchenerzähler, Psychotherapeut und Schriftsteller zählt zu den den profiliertesten Erzählern der deutschen Szene.

www.maerchenschatz.de

Eintritt: 15,-/erm. 10,50



Sonntag 25.9.

17:30 Kulturkneipe

Nigun-Singen mit Svetlana Kundish (UKR/ISR)

Nigunim, Lieder ohne Worte sind eine einzigartige Gesangstradition aus der jüdisch-chassidischen Tradition. Ebenso Tradition ist der Nigunworkshop bei den Bonner Klezmertagen. Er ermöglicht einen intensiven und sehr direkten Zugang zu der jüdischen Kultur. Ergreifend-berührende wie auch schwungvoll-tänzerische Melodien lassen die Musik quasi am eigenen Leib erfahren.

Svetlana Kundish

 

Mit der international bekannten Sängerin und Lehrerin, Preisträgerin, Musikwissenschaftlerin und nicht zuletzt angehenden Kantorin freuen wir uns dieses Jahr wieder auf einen lebendigen Einstieg in eine lebendige Musik!

Eintritt: 15,-/erm. 10,50



Sonntag 25.9.

20:00       Theatersaal     Konzert:

„you shouldn’t know from it, it’s klezmer“ (LAT/NL/SWE/USA)

“Their music is the real thing. It’s authentic, full-bodied and celebratory” – fROOTS Magazine, UK

“Their playing is excellent” - Songlines Magazine, UK


YSKFI ist die internationale Klezmer Band aus Berlin für traditionelle jüdische Tanzmusik. Sie kommen aus Frankreich, Holland, Lettland, Schweden und den USA, haben sich in Berlin Europas heimlicher Klezmerhauptstadt Berlin gefunden, und lassen sich von der Klezmermusik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts inspirieren. Stücke von Naftule Brandwein, des Belf’s Romanian Orchesters, von Dave Tarras und anderen mischen sich mit Liedern, die auf Hochzeiten und bei anderen Feierlichkeiten in osteuropäischen Shtetls gesungen wurden. Eine Band für die ganze Familie, deren Sound auf die Tanzfläche zieht.

YSKFI

Grooves, Spaß, Virtuosität und Ausdruck – alles was Klezmer verspricht wird mehr als gehalten!

 

Samuel Maquin (FRA) Klarinette

Sanne Möricke (NED) Akkordeon 

Michael Tuttle (USA) Bass

Hampus Melin (SWE) Schlagzeug

Sasha Lurje (LAT) Vocals

und Special Guest

Ilya Shneyveys (LAT) Klavier

www.knowfromit.com


Eintritt: 20,-/erm. 10,-

 


Montag 26.9.

20:00       Theatersaal

jüdische Stummfilme mit Live-Musik von Ensemble Neuvěřitelno (CZE)

In Kooperation mit dem Förderverein Filmkultur zeigen wir dieses Jahr erstmals einen Filme bei den Bonner Klezmertagen.

Max Davidson, emigrierter deutscher Jude, wurde spät von Hal Roach als Komödiant entdeckt. Er wurde durch eine Reihe von Kurzfilmen in den 20er Jahren berühmt, die alle im amerikanisch-jüdischen Familienmilieu spielen und meist im Chaos enden, in der Davidson mit seiner einzigartigen Mimik und Artistik  die Zwerchfelle strapazierte.

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Diese Meisterwerke der Stummfilmkunst zeigen wir mit livemusikalischer Untermalung durch das tschechische Ensemble Neuvěřitelno (Andrea Rottin, Jan Procházka und Tomáš Majtán), das neben unterschiedlichsten Instrumenten auch Küchenutensilien und ihre Stimmen erklingen lässt.

 Filme:

PASS THE GRAY

JEWISH PRUDENCE

FLAMING FATHERS

CALL OF THE CUCKOO


Eintritt: 15,-/erm: 12,-

© Brinkmann Georg 2014